Definition
 

Jeder industrielle oder landwirtschaftliche Betrieb, der Risiken oder Verschmutzungen oder Schädigungen insbesondere für die Sicherheit und Gesundheit der Anwohner verursachen könnte, gilt als überwachungsbedürftige Anlage.

Die Aktivitäten, die aus den gesetzlichen Richtlinien für überwachungsbedürftige Anlagen hervorgehen, sind in einer Nomenklatur aufgelistet, die sie, je nach Ausmaß der Risiken oder Nachteile, die entstehen könnten, einem Genehmigungs- oder Meldeverfahren unterwirft:

  • Meldung: Für die am wenigsten schädlichen oder am wenigsten gefährlichen Aktivitäten ist eine einfache Meldung bei der Präfektur erforderlich.
  • Genehmigung: Für Anlagen, die größere Risiken oder Verschmutzungspotenziale darstellen. Der Betreiber muss vor jeglicher Inbetriebnahme einen Antrag auf Genehmigung stellen, in dem die Zumutbarkeit des Risikos dargestellt wird. Der Präfekt kann den Betrieb genehmigen oder ablehnen.

Die Nomenklatur für überwachungsbedürftige Anlagen ist in zwei Kategorien von Rubriken unterteilt:

  • Verwendung oder Lagerung bestimmter Substanzen (z. B. giftige, umweltschädliche, usw.).
  • Art der Aktivität (z. B.: Nahrungsmittelindustrie, Holz, Müll, usw.);

Die Gesetzgebung für überwachungsbedürftige Anlagen überträgt dem Staat folgende Handlungsvollmachten:

  • Genehmigung oder Ablehnung des Betriebs einer Anlage;
  • Reglementierung (Einforderung der Beachtung bestimmter technischer Verfügungen, Genehmigung oder Ablehnung des Betriebs einer Anlage);
  • Kontrolle;
  • Sanktionen.

Unter Aufsicht des Präfekten werden diese Maßnahmen der Inspektion für überwachungsbedürftige Anlagen übertragen, die als vereidigter Wärter des Staates handelt.

Einige gesetzliche und regulatorische Referenzen: